Achteckbau

Achteckbau

Der Achteckbau vermittelt zwischen Langhaus und südlichem Querhausarm. Das ungewöhnliche zweigeschossige Bauwerk, das an einen Turm erinnert, war um 1270 weitgehend fertiggestellt. Mit seinem wohl durchdachten Raumkonzept gehört der Achteckbau zu den schönsten Werken gotischer Baukunst.

Efeukapitell im Achteckbau
Muttergottes im Achteckbau

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Der Erdgeschoßraum war einst die Eingangshalle des Meißner Doms, das Hauptportal für Bischof und Domkapitel. Drei hohe Arkaden, die heute vermauert sind, führen in einen einfallsreich gegliederten Zentralraum. Wandfelder mit Skulpturen wechseln sich mit hohen Portalen ab. Durch die östliche Tür erreicht man das Querhaus, die nördliche Tür führt in das Kirchenschiff. An den drei geschlossenen Wandfeldern sieht man eine Arkatur, die mit ihren schlanken Säulen und den Blattkapitellen an das Dorsale im Hohen Chor erinnert. Über einem kräftigen Gesims stehen überlebensgroße Figuren, die vor der glatten Wandfläche frei agieren können. In der Mitte sieht man die Gottesmutter mit dem Christuskind auf dem Arm. Ein Engel mit Weihrauchfaß wendet sich dieser Gruppe zu, während Johannes der Täufer auf den Eintretenden schaut. Gerahmt werden die Skulpturen von einem Kleeblattbogen und feingliedrigen Diensten. Das achtteilige Gewölbe umschließt den Raum wie ein Baldachin.



Im oberen Geschoß des turmartigen Bauwerks ist eine Kapelle eingerichtet, geweiht Johannes dem Täufer und den Märtyrern Johannes und Paulus. In der Wand des Langhauses führt eine Wendeltreppe nach oben. Die Kapelle ist sehr einfach gestaltet. Dienste und Schildbögen des tief ansetzenden Gewölbes rahmen glatte Wandfelder.

Deckengewölbe im Achteckbau

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