Der mittelalterliche Dom

Der mittelalterliche Dom

Der Dom zu Meißen scheint auf den ersten Blick ein sehr einheitliches Bauwerk zu sein. Der Hallenraum wird als unverfälschtes Beispiel hochgotischer Baukunst gerühmt, und selbst die Westtürme lassen den Geist des Mittelalters erspüren. Schaut man genauer hin, dann bemerkt man auch die Veränderungen und Brüche, die verschiedenen architektonischen Konzepte, die sich in diesem Kirchenbau aneinanderfügen. Seit acht Jahrhunderten wird am Meißner Dom gebaut. Jedes Zeitalter hat Bauten hinzugefügt, Räume neu ausgestattet und veränderte Gestaltungen geschaffen. Es ist Aufgabe der baugeschichtlichen Forschung, dieses bunte Bild zu entwirren.

Der Dom zu Meißen (Westturmanlage)
Der Innenraum (Langhaus)

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Unter dem Fußboden des Meißner Domes haben sich Grundmauern der Vorgängerbauten erhalten. Von der ältesten Kirche sind allerdings keine Spuren geblieben. Die Burgkapelle, die 968 zur Kathedrale erhoben wurde, bestand wahrscheinlich aus Holz. Ein erste steinerne Kirche wurde im frühen 11. Jahrhundert errichtet, als sich die deutsche Herrschaft im Meißner Land endgültig durchgesetzt hatte. Immerhin war der kleine Saalraum mit Apsis das erste Bauwerk aus Stein im heutigen Sachsen. Bischof Godebold ließ um 1130 einen romanischen Dom errichten. Die Basilika mit ihren vier Türmen muß einen imposanten Anblick geboten haben. Mit der zunehmenden Besiedlung des Landes entstanden mächtige Stadt- und Klosterkirchen, die den romanischen Dom an Größe weit übertrafen. Gegenüber den gotischen Dombauten in Magdeburg, Halberstadt und Naumburg, begonnen im 13. Jahrhundert, war die kleine Meißner Kirche hoffnungslos veraltet. Bischof und Domherren entschlossen sich daher zu einem Neubau in modernen gotischen Formen. Planungen und Bauarbeiten begannen noch vor 1250. Man erwartete eine lange Bauzeit. Unter diesen Umständen war es undenkbar, den Vorgängerbau sofort abzureißen, denn für Messen und Chorgebete benötigte man immer einen Kirchenraum. Die ersten Steine wurden daher außerhalb des romanischen Doms versetzt. Erst später hat man den alten Dom in mehreren Schritten abgebrochen.

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