Fürstenkapelle

Fürstenkapelle

Die Fürstenkapelle hat man um 1420 an die Westturmanlage angesetzt. Der Stifter war Markgraf Friedrich der Streitbare, der 1423 mit dem Herzogtum Sachsen belehnt wurde und damit auch die Kurwürde erhielt. In der Begräbniskapelle wurden bis 1539 die Kurfürsten und Herzöge von Sachsen beigesetzt.

Gewölbe Fürstenkapelle

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Portal in der Fürstenkapelle
Grabstätte

Der schlanke und hohe Saalraum, der erst um 1440 vollendet war, erinnert an einen Westchor. Das Westportal aus der Zeit um 1370 wurde in die Fürstenkapelle einbezogen, es ist nun nicht mehr der Haupteingang in den Dom, sondern vermittelt zwischen dem Langhaus und dem Kapellenbau. Die Außenseiten sind reich gegliedert. Die Strebepfeiler, geschmückt mit aufgeblendetem Maßwerk, stufen sich zurück und laufen in hohen Fialen aus. Zwischen den Streben öffnen sich schlanke Maßwerkfenster. Beeindruckend ist die Rose über dem Westportal. In einem großen Vierpaß umschlingen sich Fischblasen, die sich um die eigene Achse drehen. Die prächtige Schaufassade leitet sich von der Prager Baukunst des ausgehenden 14. Jahrhunderts ab. Innen bietet die Fürstenkapelle einen überwältigenden Raumeindruck. Das einfallende Licht bringt die Sandsteinquader der dreiteiligen Dienstbündel zum Leuchten. Das Gewölbe strahlt in den gelbbraunen Tönen des Sandsteins. Nach der ersten Planung war ein Netzgewölbe mit parallelen Rippen vorgesehen. Die Bauleute errichteten aber um 1430 ein zierreiches Maßwerkgewölbe. Die Anfänger der Gewölberippen sind phantasievoll gestaltet. Aus den Diensten wachsen gebogene Glieder hervor, die sich frei in den Raum hinein drehen und dort in einem Blatt enden. Die Maßwerkformen, eingebunden in ein Gewölbenetz, gaben diesem Maßwerkgewölbe den Namen. Gewagt war die Idee, die großen Vierpässe mit ihren lilienartigen Spitzen einfach offen zu lassen.

Eine Reihe von Heiligen umgibt den Innenraum der Fürstenkapelle. Um die Bildwerke aufstellen zu können, hat man um 1430 Konsolen und Baldachine in die Dienste eingefügt. Es wurde jedoch keine einheitliche Bildfolge geschaffen. Im Raum sind Skulpturen verschiedener Künstler und Zeitstufen vereint.

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