Hoher Chor

Der hohe Chor entstand im ersten Bauabschnitt, begonnen etwa um 1250. Der gotische Baustil hatte sich besonders in Frankreich entwickelt und erreichte nun die Mark Meißen. Aus der ersten Bauphase stammen auch die Werke der Künstlergruppe "Naumburger Meister": die vier überlebensgroße Sandsteinfiguren des Kaiserpaars und die beiden Schutzpatrone des Domes.

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    Die Ostteile des Meißner Doms sind in zwei zeitlich unmittelbar aufeinander folgenden Bauabschnitten entstanden. Damit ging man weit über die ursprüngliche Hangkante des steil zur Elbe abfallenden Geländes hinaus Im abschüssigen und zerklüfteten Bereich des Steilabsturzes mussten zunächst Substruktionen (Unterbauten) errichtet werden. diese  fingen das Mauerwerk des Chores, einschließlich der ausgestellten Strebepfeiler und der Umgangsräume, auf.

    Es entstand ein langgestreckter Chor mit einem polygonalen Abschluss und einem geschlossenen Chorumgang. Das vom Ende des 15. Jahrhunderts stammende Altarretabel ist mit einem Altartriptychon einer niederländischen Werkstatt ausgestattet. Hinter dem Altar erhebt sich das älteste Meißner Chorscheitelfenster als bleigefasstes Buntglasfenster als eine herausragende Arbeit mit einer einzigartigen Fensterkonzeption.

    Seitlich finden sich an der Nordwand auf Konsolen stehend die Stifterfiguren des Doms, das Kaiserpaar Adelheid und Otto I. Gegenüberliegend die Schutzpatrone der Evangelist Johannes sowie Bischof Donatus von Arezzo - vier Meisterwerke des Naumburger Meisters. Kaiser Otto I. ist der Stifter des im Jahre 968 n. Chr. gegründeten Bistums Meißen.

    An den Seitenwänden ist das spätgotische Chorherrengestühl von 1524 positioniert. Unterhalb der hochklappbaren Sitze befinden sich kleine Hilfssitze, sogenannte Miserikordien. Über dem Chorherrengestühl sind zierliche Blendarkaden mit kleinen Säulen und wunderschönen Blattkapitellen angebracht. An den Blattkapitellen sind naturgetreu heimische Pflanzenarten mit symbolischer Bedeutung dargestellt – ein Meisterwerk aus der Hand der Naumburger Werkstatt, überdacht mit einer auskragenden Baldachinreihe.

    Bevor man den Chor vollenden konnte, mussten die Ostteile des noch innen stehenden romanischen Doms abgetragen werden. Dann wurde das Gebäude in Baurichtung von Ost nach West ausgeführt. Der Lettner trennt als steinerne Schranke das Kirchenschiff vom Chor und damit den Bereich des Kirchenvolks von jenem Allerheiligsten, das nur die Geistlichen betreten durften. Lettner wie diesen gab es früher in allen mittelalterlichen Domen und Klosterkirchen. Nur wenige sind erhalten geblieben. Auf dem Lettner befand sich eine erhöhte Bühne, die man für liturgische Handlungen nutzte. Auch der Lettner trägt filigrane Säulen mit Blattkapitellen der Naumburger Werkstatt. Westlich (hinter) dem Lettner ist ein Querhaus angefügt. Noch sah der Bauplan eine gotische Basilika vor mit einem erhöhten Mittelschiff und niedrigeren Seitenschiffen. Davon zeugt das basilikale Joch, welches sich an den südlichen Querschiffarm anschließt.

    Doch dann erfolgte um etwa 1270 ein Planwechsel. Aus der Basilika, wurde – unter Beibehaltung des bereits festgelegten Grundrisses – eine gotische Hallenkirche mit drei gleich hohen Schiffen weitergeführt.

     

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